LB zum Artikel „Von Kahlschlag kann keine Rede sein“

Ich bin per se kein Gegner der erneuerbaren Energien, kritische Fragen sollten jedoch gestattet sein und diese wurden an der BV am 31.7.25 nicht ausreichend beantwortet!

Landschaftsbild ade‘, Geldsegen juche!

Welche Auswirkungen haben die Windkraftanlagen in Neustadt auf das Landschaftsbild? Schließlich werden 17 Betonmonumente unser bisher einzigartiges Landschaftsbild bestimmen und das die nächsten 20-25 Jahre. Genaue Höhe, konkrete Leistung? Keine konkreten Aussagen des BGM! Visualisierungen? Nicht gezeigt!

Gibt es für die Gemeinde tatsächlich, so wie vom BGM öffentlich behauptet, keine Risiken und reinen Geldsegen durch das Großprojekt? Die Gemeinde ist der Verpächter der Flächen, kommen im Falle von Insolvenz des Betreibers doch Kosten auf die Gemeinde und damit auf jeden einzelnen zu? Wie geht es mit unserem „Premiumwindgebiet“, laut BGM von Neustadt, weiter, wenn das Ertragsreferenzmodell ausläuft und die Schwachwindbereiche nicht mehr gefördert werden?  Können die in Aussicht gestellten Versprechungen bezüglich einer möglichen Abschaffung der Grundsteuer, der großflächigen Sanierung auf dem Gemeindegebiet, genannt wurden der Steg zwischen Neustadt und Erlach, Kläranlage, Turnhalle usw. Realität werden? Wie können solche Versprechungen überhaupt gemacht werden? Das Windvorranggebiet ist zudem überhaupt noch nicht rechtskräftig!

Alles nicht der Rede wert?!

Warum wird den möglichen gesundheits-und umweltschädigenden Stoffen, wie z.B. Pefas, Abrieb, FS6 usw. nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt und die konkreten Auswirkungen auf Flora und Fauna durch sehr einfach gestrickte Faktencheck-Videos verharmlost? Woher stammt die Gewissheit, dass an unseren Trinkwasserquellen keine Nachteile entstehen? Können mögliche negative Beeinflussungen, z.B. durch Schattenschlag und Infraschall wirklich als „Nocebo-Effekt“ abgetan werden? Wollen wir unsere Heimatgemeinde wirklich solchen Gefahren aussetzen und unsere Heimat „verkaufen“?  Waldschutz ist der beste Klimaschutz!

Zuwegung über andere Gemeinden?

Welche Wege nimmt der zukünftige Schwerlastverkehr durch den Wald? Müssen auch Nachbargemeinden mit Einschränkungen rechnen? Und wie und auf welchen Wegen kommt der Strom ins Netz? Liebe Nachbargemeinden, informiert euch!

Rosemarie Fleckenstein, Neustadt