Im Gemeindewald von Neustadt a. Main sind ca. 6 Windkraftanlagen geplant und nach Aussage des BGM sind bereits Verträge mit der Energieversorgung unterzeichnet worden. Da die bindende und rechtskräftige Zusage für das Windvorranggebiet erst im November beschlossen werden soll, ist dieser Schritt als etwas voreilig zu werten.
Blickt man aber über den Neuschter Tellerrand hinaus, wird man feststellen, dass an den beiden Außengrenzen der schön liegenden Gemeinde weitere WKA dazukommen: 7 seitens Rothenfels und 4 seitens der Stadt Lohr. Und schon sieht die Sache für den Neustädter und Erlacher Bürger ganz anders aus! Mit einem solchen Großprojekt von bis zu 17 WKA entstehen zwangsläufig Ängste unter den Bürgern, z.B. um ihre eigenen Trinkwasserquellen, welche vermutlich von drei Seiten vom Vorranggebiet eingekesselt sein werden, um die negative Beeinträchtigung durch Schattenschlag, um das Fortbestehen des sensiblen Ökosystems Wald usw.. Diese Ängste mit einem „Nocebo-Effekt“ abzutun, wie in der BV geschehen, ist anmaßend . Vom BGM wurde zudem im Main-Post Interview vom 24.3.25 öffentlich gesagt, dass er bereits seit seinem Amtsantritt im Jahr 2014 zusammen mit dem BGM von Rothenfels versucht habe, über verschiedene Antragsverfahren Windkraftprojekte in diesem Bereich voranzubringen. Zudem seien beide seit 2021 aktiv an der Fortschreibung des Regionalplans beteiligt. Wer an der BV anwesend war, hat vernommen, dass diese Aussagen seitens des BGM bestritten wurden.
Der durchgeführte „Faktencheck“ des BGM ist sehr kritisch zu betrachten, da die gezeigten Filme bekanntermaßen von der Windlobby unterstützt wurden und der Bezug zum geplanten Großprojekt im Ort kaum gegeben war. Im Fokus hätte stehen müssen: Was bedeutet dieses Großprojekt für die kleine Gemeinde, welchen Belastungen müssen der Wald und die Einwohner bald standhalten? Vielmehr schien es mir, dass der Fokus des BGM darauf lag, die gegründete Bürgerinitiative, welche sich aktiv für den Erhalt und Schutz des Waldes in Neustadt einsetzt, madig reden zu wollen. Hintergrundinfos unter: www.neuer-gegenwind.de
Wie steht der Gemeinderat zu diesem Projekt, wenn der aktuelle BGM nicht mehr kandidieren wird, so wie bereits im November 24 in der Zeitung verkündet? Können diese das Projekt weitertragen und moralisch verantworten?
Frank Heim, Neustadt a. Main