Leserbrief zum Artikel „Von Kahlschlag kann keine Rede sein“ von Montag 04. August 2025
Am 08.04.25 wurden die Bürgerinnen und Bürger von den Windparkplänen der Kommunen Neustadt, Rothenfels und Lohr/Rodenbach in Kenntnis gesetzt. Genaue Informationen fehlten jedoch, vieles blieb oberflächlich und offen. Daraufhin forderten die Bürgerinnen und Bürger gemäß eines schriftlichen Antrags, eine ihnen zustehende Bürgerversammlung zu diesem Thema ein.
Die Bürgerversammlung vom 31. Juli 2025 wurde durch den Bürgermeister, Herrn Morgenroth, mit dem Vorwurf begonnen, dass er die Versammlung zum jetzigen Zeitpunkt als ungeeignet empfinde, da er noch keine näheren Details zum geplanten Objekt geben könne. Gleichzeitig teilte er aber u. a. mit, dass bereits Verträge mit der Energieversorgung geschlossen worden sind.
Herr Morgenroth konnte auch finanzielle Vergünstigungen für die Bürger aus Neustadt in Aussicht nennen, z.B. die mögliche wegfallende Grundsteuer und hohe finanzielle Einnahmen für die kleine Gemeinde. Wie passt das zusammen?
Im Juni 2023 fanden nach Aussage des Bürgermeisters bereits Sondierungsgespräche zu den Vorranggebieten statt, schließlich hat unser Bürgermeister sich aktiv für Neustadt „eingesetzt“, um mit unserem angeblichen „Premium Windgebiet“ (Zitat Morgenroth) in das Vorhaben miteinbezogen zu werden.
Warum wurde das nicht öffentlich gemacht?
Eine Bürgerin, die sich große Sorgen um ihre Heimat macht, meldete sich an der BV zu Wort. Sie war sehr aufgeregt und voller Emotionen, deshalb rang sie nach Worten und konnte ihr Anliegen nicht konkret vorbringen. Einige Gemeindratsmitglieder belächelten sie empathielos und süffisant, dieses Verhalten finde ich traurig, respektlos und unprofessionell.
Jede Frage und jeder Bürger sollte ernst genommen werden! Wer hinterfragt, wird wohl automatisch zum Feind und seine Autorität wird angezweifelt. Ein fairer Umgang mit dem Bürger/Wähler sieht für mich anders aus!
Unser Wald im Spessart leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz Er gehört zu einem der größten zusammenhängenden Mischwaldgebiete Deutschlands und ist ein wichtiger CO2-Senker, zudem trägt er zur natürlichen Luftfilterung bei. Er ist wichtig im Kampf gegen den Klimawandel und JA, er leidet aufgrund der zunehmenden Temperaturen und sollte daher unbedingt gehegt und gepflegt werden! Laut Bayernatlas grenzt das geplante Vorranggebiet an zwei Seiten, unmittelbar an unser Trinkwasserschutzgebiet an. Wenn das kein Grund zur Sorge ist!!! Wasser ist unser wichtigstes Gut.
Windkraftanlagen haben im Wald nichts zu suchen!
Gudrun Amann, Erlach